Der Verbandstag 2026 wurde durch den Vorstandssprecher Eberhard Bartmann eröffnet. Besonders begrüßte er Herr Fleischer, Präsident des Badischen Sportbund Freiburg, Herr Reutter, Bürgermeister der Gemeinde Kirchzarten, Stefanie Groß, Vorsitzende des Gastgebervereins der Tauziehfreunde Dietenbach, Willi Heldt, Ehrenvorstand des RTVB, Julian Zipfel, Vorsitzender des BFA-T und weiter alle anwesenden Funktionsträger und Vereinsvertreter. Danach übergab er das Wort an Corsin Wörner. Nach den üblichen Regularien zur Rechtmäßigkeit der Versammlung und Festlegung der Tagesordnung folgte die Totenehrung. Dieses Jahr galt es besonders zwei Persönlichkeiten des Tauziehsports zu ehren. Im September letzten Jahr verstarb Matthias Boschert von den Sportfreunden Goldscheuer. Neben seiner langjährigen aktiven Karriere in der Vereins- und Nationalmannschaft war er 20 Jahre Mitglied des BFA-T, u.a. auch Vorsitzender des BFA-T. Anfang diesen Jahres verstarb Albert Treiber, ebenfalls ein Urgestein des Tauziehen. Er war Ehrenmitglied des BFA-T und der Mitbegründer des GENSB-Turnier, welches bis heute ausgetragen wird. Dieses internationale Jugendturnier gibt auch den Jugendlichen unseres Verbands die Möglichkeit internationale Wettkampferfahrung zu sammeln.
Es folgten die Grußworte an die Versammlung. Zuerst von Stefanie Groß als gastgebender Verein. Danach sprach der noch relativ neue Bürgermeister Darius Reutter von Kirchzarten. Neben der Freude im Dorf einen Verein mit internationalen Erfolgen zu haben, berichtete er auch von einer schwierigen Haushaltslage der Gemeinde, die der Unterstützung der Vereine leider zunehmend Grenzen setze. Als ranghöchster badischer Sportfunktionär ergriff schließlich Gundolf Fleischer das Wort. Da er zum ersten mal einen Verbandstag des RTVB besuchte holte er in seiner Rede etwas weiter aus und beleuchte die Funktion des Sport für die Gesellschaft und die Verbandsarbeit zur Unterstützung des Sportes. Mit rund 1 Million Mitglieder vertritt der BSB eine relevante Bevölkerungsgruppe und ist entsprechend in intensivem Austausch mit der Politik. Gerade jüngst konnte von ihm in Stuttgart der 5. Solidarsportpakt mit unterschrieben werden. Mit diesem verpflichtet sich die Landesregierung in den nächsten Jahren den Sport mit 0,75 Milliarden zu unterstützen. Dies ist wichtig um Planungssicherheit für die Unterstützung der Vereine durch den Verband z.B. beim Sportstättenbau und der Weiterbildung zu haben. Sein Appell an die Versammlung war weiter junge Menschen für den Sport, die Vereins- und Verbandsarbeit zu begeistern. Hierzu steht der BSB als Dienstleister zur Verfügung z.B. mit seinen Angeboten der Sportschule Steinbach, dem Leistungszentrum Herzogenhorn und dem Olympiastützpunkt in Freiburg. Dann kam er zum eigentlichen Grund seines Kommens, der Ehrung unseres Ehrenvorstandes Willi Heldt mit der Ehrenmedaille des Sports. Er verlas einige der sportlichen Erfolge und langjährigen Posten die Willi Heldt als Funktionär inne hatte. Zum Abschluss überreichte er die Ehrenmedaille und bedankte sich für das schier unermüdliche Engagement in zusammengerechnet weit über 100 Jahre Ehrenamtstätigkeit in verschiedenen Positionen.
Darauf hin bedankte sich Willi Heldt bei Herrn Fleischer und der Gesamten Versammlung. In einer berührenden Rede beschrieb er wie er als Kind aus Ostpreußen in den Kriegswirren flüchten musste. Zuerst für 3 Jahre in Dänemark in einem Flüchtlingslager ausharrte, um dann endlich mit der Familie nach Oberbaldingen an den Rand des Schwarzwalds zu kommen. Die Anfangszeit in der Schule war schwer, da er bis zu diesem Zeitpunkt auf Grund der Flucht praktisch noch keine Schulbildung genossen hatte. Aber dies spornte ihn nur um so mehr an und zum Ende hatte er das beste Zeugnis seiner Klasse. Seine Sportkarriere startete er im Schüleralter als Turner und wechselte später zur Leichtathletik. Der Sport und entsprechende Erfolge halfen in der neuen Heimat anzukommen und akzeptiert zu werden. Es folgte der Wehrdienst bei der Marine und später ein Studium. Damit gerüstet fing er bei der Fa. Weisser in St. Georgen an. Hier trat er dem TV St. Georgen bei und er bestritt 1964 seine ersten Wettkämpfe im Rasenkraftsport. Ab 1980 übernahm er leitende Funktionen im Verein und ab 1990 dann auch in den Verbänden auf Landes- und Bundesebene bis hin zum Posten des Vorsitzenden des SRTV für 16 Jahre. Die rückläufigen Zahlen bei den Aktiven und Vereinen des Bereichs Rasenkraftsport schmerze ihn persönlich sehr und er hoffe, dass die Entwicklung Einhalt geboten werden kann. Mit entsprechender Unterstützung kann er sich vorstellen eine Chronik des Tauziehens in Baden anzufertigen, so wie er es letztes Jahr mit einer Firmenchronik der Fa. Weisser umsetzen konnte. Zum Ende seiner Rede gab es großen Applaus und auch ein Präsent wurde vom Vorstandssprecher Eberhard Bartmann, Stefanie Groß und Corsin Wörner überreicht. Bevor es nach der vorgezogenen Ehrung zur Tagesordnung zurück ging wurde ein Video mit den Highlights des letzten Jahres präsentiert.
Es folgte die Vorstellung und Diskussion der Berichte. Thomas Kaltenbach ergänzte als Vereinsdelegierter für den BSB, dass ein spezieller Übungsleiterlehrgang für Rasenkraftsport und Tauziehen in Vorbereitung ist. Die Angebote des BSB mit dem Olympiastützpunkt und den Lehrgängen waren der Grundstein für die Erfolge bei den Worldgames und der WM. Roland Mühl präsentierte einen positiven Kassenbericht. Über die erfolgreiche Kassenprüfung berichtete Heiner Biegert, die er zusammen mit Maximilian Hug durchführte. Nach der Vorstellung des Haushaltsplan durch Corsin Wörner erfolgte die Entlastung des Kassierers durch die Versammlung einstimmig. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von Markus Weiß vorgeschlagen. Dieser leitete die Abstimmung welche ebenfalls einstimmig erfolgte. Nach Absprache zur Ehrung der deutschen Meister, welche in Ladenburg beim DTL Turnier stattfindet, wurde auch das Sportprogramm kurz besprochen. Zum Tagesordnungspunkt Verschiedenes gab es Wortmeldungen von Luzia Burgbacher, Jürgen Hug, Stefanie Groß, Philipp Wehrle und Stefan Heimann. Für den nächsten Verbandstag im März 2027 wurde Goldscheuer vorgeschlagen. Der genaue Termin wird noch festgelegt. Nach dem Schlusswort von Eberhard Bartmann wurde die Versammlung beendet.



















































































































































































































































