Der zweite Wettkampftag führte die Landesliga nach Wieden. Auf dem höchst gelegenen Tauziehplatz in Baden, wenn auch mit 820m nur knapp 20m höher als in Unterkirnach, traten 6 Mannschaften an. Bei sehr guten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein fanden sich auch zahlreiche Zuschauer ein. Die Vorrunde wurde dominiert von den Gastgebern aus Wieden und den Lokalrivalen aus Böllen. Diese trafen gleich im zweiten Kampf aufeinander und trennten sich Unentschieden vor einer lautstarken Kulisse. Die restlichen Begegnungen konnten Beide jeweils für sich entscheiden und lagen so auf Platz 1 und 2 nach der Vorrunde. Wieden machte wieder von den neuen Regelungen Gebrauch und zog mit 9 Ziehern. Ebenso wie Horben, die jedoch mit ihrem jungen Team keinen Vorteil daraus schlagen konnten und ohne Punkte in der Vorrunde blieben. Auch Siegelau trat mit einigen Nachwuchsziehern an, war aber mit Abstand das leichteste Team. Folglich war auch für sie nicht viel zu holen, nur gegen Horben gelang ein Sieg. Die Mannschaft aus Unterkirnach kam mit zwei Siegen auf Platz vier der Vorrunde und schaffte den Einzug ins Halbfinale. Neuried präsentierte sich mit dem exakt gleichen Personal im Vergleich zum ersten Turnier wesentlich stabiler und unterlag nur den beiden Spitzenteams. So kam es zu den Halbfinalen Böllen gegen Unterkirnach und Wieden gegen Neuried. In beiden setzten sich die Favoriten aus der Vorrunde erneut in je zwei Zügen klar durch. Daraus folgte das kleine Finale um Platz 3 zwischen Unterkirnach und Neuried. In zwei ähnlich intensiven Zügen wie in der Vorrunde setzte sich Neuried durch und belegte so Platz 3 vor Unterkirnach, Siegelau und Horben. Im Finale dann erneut das Duell zwischen den beiden Lokalrivalen Wieden und Böllen. Wieder unter der lautstarken Anfeuerung der beiden Fanlager. Der erste Zug war mit fast drei Minuten der längste des Tages. Nach einer lagen Abtastphase von über einer Minute setzte Böllen zu ersten Angriffen an, die Wieden aber geschickt konterte. Im Anschluss versuchte sich Wieden mit Druckaufbau und kam langsam in die Rückwärtsbewegung. Dies ließ Böllen nicht einfach mit sich geschehen und setzte mehrfach harte Schläge dagegen. Wieden vermochte es diese wieder zu kontern und immer einen kleinen Vorteil draus zu ziehen. So ging es bis zur 4-Metermarke und dem Zuggewinn für Wieden. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild zu Beginn, hoher Druck am Seil und beide Mannschaften in voller Streckung verharrend in den Startlöchern. Nach knapp einer Minute schien zuerst Böllen die Initiative zu ergreifen, lief aber in den Konter der Wiedener. Diese versuchten jetzt den Durchmarsch und kamen gut zwei Meter nach hinten. Böllen warf jetzt alles dagegen und blockten mit allem was sie hatten. Dies führte zu 2 Verwarnungen, aber auch Wieden zog nicht mehr regelkonform und kam zwar weiter nach hinten, aber auch zum Preis von 2 Verwarnungen. Es kam wie es kommen musste, ganz kurz vorm erreichen der 4-Metermarke erhielten beide Teams zeitgleich die 3 Verwarnung und der Kampf wurde abgebrochen. Die Wiedemer wähnten sich zuerst als Sieger und benötigten einige Augenblicke zu realisieren, dass es einen Null-Pull gab. Beim sich sofort anschließenden Neustart schienen sie deshalb etwas überrumpelt und Böllen konnte relativ schnell die Oberhand gewinnen und zum Unentschieden ausgleichen. Mehr Spannung und Aufregung geht kaum in einem Lokalduell. Nach der Auslosung der Seiten gab es einen erneuten Seitenwechsel und der entscheidende 3. Zug um dem Tagessieg wurde gestartet. Zu Beginn wieder eine ausgeglichene Druckphase beider Teams. Doch nach rund 30 Sekunden zeichneten sich bei dem Team aus Böllen erste Problem mit dem Halten der Höhe ab. Auch Wieden strauchelte kurz, berappelte sich aber etwas schneller und zog einen kleinen Vorteil aus der Situation. Die Heimkulisse feuerte nun beflügelt das Team weiter lautstark an. Böllen kam nicht mehr aus dem tiefen Block heraus und fing sich wieder Verwarnungen ein. Wieden blieb am Drücker und zwang Böllen in die dritte Verwarnung und kam so noch vor der 4-Metermarke zum Tagessieg, was vor heimischer Kulisse immer ein besonderes Erlebnis ist.













































































































































































































































