Zum dritten Wettkampftag der Badischen Landesliga traten wieder alle 8 Stammmanschaften an. Zum Kampf um die vorderen Plätze gestellte sich neben den drei Tabellenführenden diesmal auch die Tauzieher aus Eschbachtal. Mit dem Sieg in der DTL und guten Platzierungen bei den verschiedenen DMs haben diese eine starke Saison und starteten heute mit einer stark besetzten Mannschaft. Neben Wieden und Horben machten auch sie von der Möglichkeit mit 9 Ziehern zu starten Gebrauch. Obwohl der ausgetrocknete Boden eher kurze Züge befürchten lies, ging er doch zunehmend auf und es gab einige lange Züge im Bereich von 1:30 Minute und mehr. Den längsten Zug des Tages hatten Eschbachtal und Wieden mit genau 3 Minuten. Während Böllen und Wieden relativ früh aufeinander trafen hatte es Eschbach zuerst mit Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte zu tun und sie sammelten fleißig Punkte. Böllen tat es Ihnen mit einem Sieg gegen Wieden und allen anderen gleich und so trafen sie im siebtletzten Kampf der Vorrunde aufeinander. Nach einem langen ersten Zug gewann Böllen. Eschbachtal entschied den Zweiten für sich und man trennte ich unentschieden. Letztendlich waren Beide nach der Vorrunde punktgleich, wobei Böllen auf Grund es minimal schwereren Gewichts von 300g auf Platz 2 landete. Dahinter kamen Wieden und Siegelau. Neuried konnte nicht ganz an die Leistung vom 2. WK anknüpfen. Neben einem Unentschieden gegen Unterkirnach gelangen nur Siege gegen Horben und Dietenbach. Unterkirnach lies noch einen Punkt gegen Dietenbach liegen, die wieder um einen Punkte gegen Horben hergaben. Der erste erzogene Punkt der Saison der stark verjüngten Heimmannschaft wurde vom Publikum stark bejubelt und zeigt, dass der Neuaufbau in die richtige Richtung läuft. Im Halbfinale wiederholten Böllen und Eschbachtal wieder die Erfolge der Vorrunde gegen Wieden und Siegelau und standen so im Finale. Die Platzierungskämpfe gewannen Dietenbach gegen Horben und Neuried gegen Unterkirnach in je zwei Zügen. Das kleine Finale entschied Wieden ebenfalls in zwei Zügen klar für sich. Im Finale wurde es wieder extra spannend. Während Böllen den ersten Zug gewann, behielt Eschbachtal auf der vermeintlich besseren Seite die Oberhand im zweiten Zug. Die Platzwahl gewann Böllen und sie entschieden sich natürlich für die Seite auf der beide Teams jetzt je einmal gewonnen hatten. Folgerichtig kamen Sie zuerst auch in den Vorteil und zwangen die Eschbachtaler dreieinhalb Meter nach vorne. Doch dann kamen sie ins Stocken. Letztendlich fehlte vielleicht noch ein beherzter Schritt als Sie in einen vehementen Konter der Eschbacher liefen. Diese ließen nun nicht mehr locker. Es gab kein Halten mehr bis sie die jetzt fast 8 Meter Zugdistanz hinter sich gebracht hatten und der Schiedsrichter zu ihren Gunsten abpfiff.
Das traditionelle Kindertauziehen gegen den TC HorbenHalbfinale
In Stegen bei Freiburg fanden am Wochenende, ausgerichtet vom Tauziehclub Eschbachtal drei Turniere statt. Am Samstag wurde das ARGE-Junioren-Turnier ausgerichtet. Am Sonntag dann die Deutsche Meisterschaft der Männer in der 600kg-Klasse und die Deutsche Meisterschaft im Mixed-Team, ebenfalls in der 600kg-Klasse.
Der zweite Wettkampftag führte die Landesliga nach Wieden. Auf dem höchst gelegenen Tauziehplatz in Baden, wenn auch mit 820m nur knapp 20m höher als in Unterkirnach, traten 6 Mannschaften an. Bei sehr guten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein fanden sich auch zahlreiche Zuschauer ein. Die Vorrunde wurde dominiert von den Gastgebern aus Wieden und den Lokalrivalen aus Böllen. Diese trafen gleich im zweiten Kampf aufeinander und trennten sich Unentschieden vor einer lautstarken Kulisse. Die restlichen Begegnungen konnten Beide jeweils für sich entscheiden und lagen so auf Platz 1 und 2 nach der Vorrunde. Wieden machte wieder von den neuen Regelungen Gebrauch und zog mit 9 Ziehern. Ebenso wie Horben, die jedoch mit ihrem jungen Team keinen Vorteil daraus schlagen konnten und ohne Punkte in der Vorrunde blieben. Auch Siegelau trat mit einigen Nachwuchsziehern an, war aber mit Abstand das leichteste Team. Folglich war auch für sie nicht viel zu holen, nur gegen Horben gelang ein Sieg. Die Mannschaft aus Unterkirnach kam mit zwei Siegen auf Platz vier der Vorrunde und schaffte den Einzug ins Halbfinale. Neuried präsentierte sich mit dem exakt gleichen Personal im Vergleich zum ersten Turnier wesentlich stabiler und unterlag nur den beiden Spitzenteams. So kam es zu den Halbfinalen Böllen gegen Unterkirnach und Wieden gegen Neuried. In beiden setzten sich die Favoriten aus der Vorrunde erneut in je zwei Zügen klar durch. Daraus folgte das kleine Finale um Platz 3 zwischen Unterkirnach und Neuried. In zwei ähnlich intensiven Zügen wie in der Vorrunde setzte sich Neuried durch und belegte so Platz 3 vor Unterkirnach, Siegelau und Horben. Im Finale dann erneut das Duell zwischen den beiden Lokalrivalen Wieden und Böllen. Wieder unter der lautstarken Anfeuerung der beiden Fanlager. Der erste Zug war mit fast drei Minuten der längste des Tages. Nach einer lagen Abtastphase von über einer Minute setzte Böllen zu ersten Angriffen an, die Wieden aber geschickt konterte. Im Anschluss versuchte sich Wieden mit Druckaufbau und kam langsam in die Rückwärtsbewegung. Dies ließ Böllen nicht einfach mit sich geschehen und setzte mehrfach harte Schläge dagegen. Wieden vermochte es diese wieder zu kontern und immer einen kleinen Vorteil draus zu ziehen. So ging es bis zur 4-Metermarke und dem Zuggewinn für Wieden. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild zu Beginn, hoher Druck am Seil und beide Mannschaften in voller Streckung verharrend in den Startlöchern. Nach knapp einer Minute schien zuerst Böllen die Initiative zu ergreifen, lief aber in den Konter der Wiedener. Diese versuchten jetzt den Durchmarsch und kamen gut zwei Meter nach hinten. Böllen warf jetzt alles dagegen und blockten mit allem was sie hatten. Dies führte zu 2 Verwarnungen, aber auch Wieden zog nicht mehr regelkonform und kam zwar weiter nach hinten, aber auch zum Preis von 2 Verwarnungen. Es kam wie es kommen musste, ganz kurz vorm erreichen der 4-Metermarke erhielten beide Teams zeitgleich die 3 Verwarnung und der Kampf wurde abgebrochen. Die Wiedemer wähnten sich zuerst als Sieger und benötigten einige Augenblicke zu realisieren, dass es einen Null-Pull gab. Beim sich sofort anschließenden Neustart schienen sie deshalb etwas überrumpelt und Böllen konnte relativ schnell die Oberhand gewinnen und zum Unentschieden ausgleichen. Mehr Spannung und Aufregung geht kaum in einem Lokalduell. Nach der Auslosung der Seiten gab es einen erneuten Seitenwechsel und der entscheidende 3. Zug um dem Tagessieg wurde gestartet. Zu Beginn wieder eine ausgeglichene Druckphase beider Teams. Doch nach rund 30 Sekunden zeichneten sich bei dem Team aus Böllen erste Problem mit dem Halten der Höhe ab. Auch Wieden strauchelte kurz, berappelte sich aber etwas schneller und zog einen kleinen Vorteil aus der Situation. Die Heimkulisse feuerte nun beflügelt das Team weiter lautstark an. Böllen kam nicht mehr aus dem tiefen Block heraus und fing sich wieder Verwarnungen ein. Wieden blieb am Drücker und zwang Böllen in die dritte Verwarnung und kam so noch vor der 4-Metermarke zum Tagessieg, was vor heimischer Kulisse immer ein besonderes Erlebnis ist.
Der erste Wettkampftag der Badischen Landesliga 2026 fand in Unterkirnach auf der Ostseite des Schwarzwaldes statt. Bei leichter Bewölkung und angenehmen Temperaturen traten 8 Vereine an und präsentierten wieder ein starkes Teilnehmerfeld. Einzig der Tauziehclub Wieden machte von der neuen Regel mit der Mannschaftsstärke von der traditionellen Anzahl von acht Ziehern abzuweichen und trat mit 9 Ziehern an, natürlich unter der Einhaltung des Limits von 680kg. Schon in den ersten Kämpfen deutete sich an, dass die beiden Nachbarn aus Böllen und Wieden einen starken Tag hatten und auf Augenhöhe waren. Dies zeigte sich insbesondere durch das Unentschieden in der Vorrunde, was für Beide der einzige Punktverlust blieb. Das Dreamteam Siegelau war mit nur zwei Niederlagen und einem Unentschieden ebenfalls gut in Form und schloss die Vorrunde als Dritter ab. Einen guten Tag hatten auch die Gastgeber aus Unterkirnach und kamen auf Platz vier nach der Vorrunde. Auf den Plätzen folgten Dietenbach, Eschbachtal, Neuried und Horben. Zu den Halbfinalbegegnungen setzte etwas Regen ein. In diesen wiederholten sich die Ergebnisse der Vorrunde, Böllen gewann gegen Unterkirnach und Wieden gegen Siegelau. In den Platzierungskämpfen sicherten sich Neuried gegen Horben den siebten Platz und Dietenbach gegen Eschbachtal den fünften Platz. Im kleinen Finale gewann Siegelau gegen Unterkirnach in zwei spannenden Zügen. Das Finale gestalte sich noch etwas aufregender. Im ersten Zug benötigte Böllen die bislang längste Zugzeit des Tages um Wieden zu bezwingen. Im zweiten Zug begann Wieden stark und kam ein gutes Stück in den Rückwärtsgang. Böllen wehrte sich tapfer und stoppte die Angriffsbemühungen von Wieden. Mit zunehmender Dauer mehrten sich die Regelverstöße und der Hauptkampfrichter Thorsten Jockmann entschied mit der gleichzeitigen 3 Verwarnung für beide Teams auf Null-Pull. Der Zug wurde ohne Betreuung von der Mittelposition sofort wieder neu gestartet. Diesmal kam das Team aus Böllen gleich zu Beginn in den Vorteil und ließen nicht mehr locker. Wieden hatte keine Chance mehr zu einem Konter und Böllen holte sich so den ersten Tagessieg in der Landesliga 2026.
Der Verbandstag 2026 wurde durch den Vorstandssprecher Eberhard Bartmann eröffnet. Besonders begrüßte er Herr Fleischer, Präsident des Badischen Sportbund Freiburg, Herr Reutter, Bürgermeister der Gemeinde Kirchzarten, Stefanie Groß, Vorsitzende des Gastgebervereins der Tauziehfreunde Dietenbach, Willi Heldt, Ehrenvorstand des RTVB, Julian Zipfel, Vorsitzender des BFA-T und weiter alle anwesenden Funktionsträger und Vereinsvertreter. Danach übergab er das Wort an Corsin Wörner. Nach den üblichen Regularien zur Rechtmäßigkeit der Versammlung und Festlegung der Tagesordnung folgte die Totenehrung. Dieses Jahr galt es besonders zwei Persönlichkeiten des Tauziehsports zu ehren. Im September letzten Jahr verstarb Matthias Boschert von den Sportfreunden Goldscheuer. Neben seiner langjährigen aktiven Karriere in der Vereins- und Nationalmannschaft war er 20 Jahre Mitglied des BFA-T, u.a. auch Vorsitzender des BFA-T. Anfang diesen Jahres verstarb Albert Treiber, ebenfalls ein Urgestein des Tauziehen. Er war Ehrenmitglied des BFA-T und der Mitbegründer des GENSB-Turnier, welches bis heute ausgetragen wird. Dieses internationale Jugendturnier gibt auch den Jugendlichen unseres Verbands die Möglichkeit internationale Wettkampferfahrung zu sammeln.
Es folgten die Grußworte an die Versammlung. Zuerst von Stefanie Groß als gastgebender Verein. Danach sprach der noch relativ neue Bürgermeister Darius Reutter von Kirchzarten. Neben der Freude im Dorf einen Verein mit internationalen Erfolgen zu haben, berichtete er auch von einer schwierigen Haushaltslage der Gemeinde, die der Unterstützung der Vereine leider zunehmend Grenzen setze. Als ranghöchster badischer Sportfunktionär ergriff schließlich Gundolf Fleischer das Wort. Da er zum ersten mal einen Verbandstag des RTVB besuchte holte er in seiner Rede etwas weiter aus und beleuchte die Funktion des Sport für die Gesellschaft und die Verbandsarbeit zur Unterstützung des Sportes. Mit rund 1 Million Mitglieder vertritt der BSB eine relevante Bevölkerungsgruppe und ist entsprechend in intensivem Austausch mit der Politik. Gerade jüngst konnte von ihm in Stuttgart der 5. Solidarsportpakt mit unterschrieben werden. Mit diesem verpflichtet sich die Landesregierung in den nächsten Jahren den Sport mit 0,75 Milliarden zu unterstützen. Dies ist wichtig um Planungssicherheit für die Unterstützung der Vereine durch den Verband z.B. beim Sportstättenbau und der Weiterbildung zu haben. Sein Appell an die Versammlung war weiter junge Menschen für den Sport, die Vereins- und Verbandsarbeit zu begeistern. Hierzu steht der BSB als Dienstleister zur Verfügung z.B. mit seinen Angeboten der Sportschule Steinbach, dem Leistungszentrum Herzogenhorn und dem Olympiastützpunkt in Freiburg. Dann kam er zum eigentlichen Grund seines Kommens, der Ehrung unseres Ehrenvorstandes Willi Heldt mit der Ehrenmedaille des Sports. Er verlas einige der sportlichen Erfolge und langjährigen Posten die Willi Heldt als Funktionär inne hatte. Zum Abschluss überreichte er die Ehrenmedaille und bedankte sich für das schier unermüdliche Engagement in zusammengerechnet weit über 100 Jahre Ehrenamtstätigkeit in verschiedenen Positionen.
Darauf hin bedankte sich Willi Heldt bei Herrn Fleischer und der Gesamten Versammlung. In einer berührenden Rede beschrieb er wie er als Kind aus Ostpreußen in den Kriegswirren flüchten musste. Zuerst für 3 Jahre in Dänemark in einem Flüchtlingslager ausharrte, um dann endlich mit der Familie nach Oberbaldingen an den Rand des Schwarzwalds zu kommen. Die Anfangszeit in der Schule war schwer, da er bis zu diesem Zeitpunkt auf Grund der Flucht praktisch noch keine Schulbildung genossen hatte. Aber dies spornte ihn nur um so mehr an und zum Ende hatte er das beste Zeugnis seiner Klasse. Seine Sportkarriere startete er im Schüleralter als Turner und wechselte später zur Leichtathletik. Der Sport und entsprechende Erfolge halfen in der neuen Heimat anzukommen und akzeptiert zu werden. Es folgte der Wehrdienst bei der Marine und später ein Studium. Damit gerüstet fing er bei der Fa. Weisser in St. Georgen an. Hier trat er dem TV St. Georgen bei und er bestritt 1964 seine ersten Wettkämpfe im Rasenkraftsport. Ab 1980 übernahm er leitende Funktionen im Verein und ab 1990 dann auch in den Verbänden auf Landes- und Bundesebene bis hin zum Posten des Vorsitzenden des SRTV für 16 Jahre. Die rückläufigen Zahlen bei den Aktiven und Vereinen des Bereichs Rasenkraftsport schmerze ihn persönlich sehr und er hoffe, dass die Entwicklung Einhalt geboten werden kann. Mit entsprechender Unterstützung kann er sich vorstellen eine Chronik des Tauziehens in Baden anzufertigen, so wie er es letztes Jahr mit einer Firmenchronik der Fa. Weisser umsetzen konnte. Zum Ende seiner Rede gab es großen Applaus und auch ein Präsent wurde vom Vorstandssprecher Eberhard Bartmann, Stefanie Groß und Corsin Wörner überreicht. Bevor es nach der vorgezogenen Ehrung zur Tagesordnung zurück ging wurde ein Video mit den Highlights des letzten Jahres präsentiert.
Es folgte die Vorstellung und Diskussion der Berichte. Thomas Kaltenbach ergänzte als Vereinsdelegierter für den BSB, dass ein spezieller Übungsleiterlehrgang für Rasenkraftsport und Tauziehen in Vorbereitung ist. Die Angebote des BSB mit dem Olympiastützpunkt und den Lehrgängen waren der Grundstein für die Erfolge bei den Worldgames und der WM. Roland Mühl präsentierte einen positiven Kassenbericht. Über die erfolgreiche Kassenprüfung berichtete Heiner Biegert, die er zusammen mit Maximilian Hug durchführte. Nach der Vorstellung des Haushaltsplan durch Corsin Wörner erfolgte die Entlastung des Kassierers durch die Versammlung einstimmig. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von Markus Weiß vorgeschlagen. Dieser leitete die Abstimmung welche ebenfalls einstimmig erfolgte. Nach Absprache zur Ehrung der deutschen Meister, welche in Ladenburg beim DTL Turnier stattfindet, wurde auch das Sportprogramm kurz besprochen. Zum Tagesordnungspunkt Verschiedenes gab es Wortmeldungen von Luzia Burgbacher, Jürgen Hug, Stefanie Groß, Philipp Wehrle und Stefan Heimann. Für den nächsten Verbandstag im März 2027 wurde Goldscheuer vorgeschlagen. Der genaue Termin wird noch festgelegt. Nach dem Schlusswort von Eberhard Bartmann wurde die Versammlung beendet.
Platzierungen der deutschen Teams bei der WM: 560MJunior: 5. Platz 600MSenior: 3. Platz 500WSenior: 7. Platz 680MSenior: 4. Platz 580MXSenior: 2. Platz 640MSenior: 4. Platz 540WSenior: 7. Platz 600MU23: 4.Platz