Im Buch „Chronik Tauziehsport in Baden“ wird auf 334 Seiten mit 616 Bildern & Tabellen in 10 Kapiteln die badische Tauziehhistorie dargestellt. Neben der historischen Entwicklung von der Früh- bis zur Neuzeit im Allgemeinen werden auch die internationalen und nationalen Verbandsstrukturen dargestellt. Weiter werden 20 badische Tauziehvereine detailliert vorgestellt und ihr Werdegang und ihre sportlichen Erfolge beleuchtet. Das Buch wurde von unserem Ehrenvorstand Willi Heldt verfasst, der in mühevoller Kleinarbeit zahlreiche Dokumente, Festschriften, Vereinschroniken, DRTV-Aktuell-Zeitschriften und Webseiten durchforstete und so die Quintessenz des Tauziehens in Baden extrahieren konnte.
Nach dem der erste Probedruck erfolgreich verlief kann das Buch jetzt bei Willi Heldt bestellt werden. Bevorzugt werden Sammelbestellungen über die Vereine, aber auch Einzelbestellung können abgewickelt werden. Es wird nur eine Auflage geben und die Auflagengröße richtet sich nach der Anzahl der Bestellungen. Deshalb jetzt bestellen und sich ein schönes Weihnachtsgeschenk für Tauziehinteressierte sichern.
Tauziehen wird bei den World Games 2029 in Karlsruhe wieder Teil des offiziellen Sportprogramms sein. Die Tauziehwettbewerbe werden im Freien ausgetragen.
Zum dritten Wettkampftag der Badischen Landesliga traten wieder alle 8 Stammmanschaften an. Zum Kampf um die vorderen Plätze gestellte sich neben den drei Tabellenführenden diesmal auch die Tauzieher aus Eschbachtal. Mit dem Sieg in der DTL und guten Platzierungen bei den verschiedenen DMs haben diese eine starke Saison und starteten heute mit einer stark besetzten Mannschaft. Neben Wieden und Horben machten auch sie von der Möglichkeit mit 9 Ziehern zu starten Gebrauch. Obwohl der ausgetrocknete Boden eher kurze Züge befürchten lies, ging er doch zunehmend auf und es gab einige lange Züge im Bereich von 1:30 Minute und mehr. Den längsten Zug des Tages hatten Eschbachtal und Wieden mit genau 3 Minuten. Während Böllen und Wieden relativ früh aufeinander trafen hatte es Eschbach zuerst mit Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte zu tun und sie sammelten fleißig Punkte. Böllen tat es Ihnen mit einem Sieg gegen Wieden und allen anderen gleich und so trafen sie im siebtletzten Kampf der Vorrunde aufeinander. Nach einem langen ersten Zug gewann Böllen. Eschbachtal entschied den Zweiten für sich und man trennte ich unentschieden. Letztendlich waren Beide nach der Vorrunde punktgleich, wobei Böllen auf Grund es minimal schwereren Gewichts von 300g auf Platz 2 landete. Dahinter kamen Wieden und Siegelau. Neuried konnte nicht ganz an die Leistung vom 2. WK anknüpfen. Neben einem Unentschieden gegen Unterkirnach gelangen nur Siege gegen Horben und Dietenbach. Unterkirnach lies noch einen Punkt gegen Dietenbach liegen, die wieder um einen Punkte gegen Horben hergaben. Der erste erzogene Punkt der Saison der stark verjüngten Heimmannschaft wurde vom Publikum stark bejubelt und zeigt, dass der Neuaufbau in die richtige Richtung läuft. Im Halbfinale wiederholten Böllen und Eschbachtal wieder die Erfolge der Vorrunde gegen Wieden und Siegelau und standen so im Finale. Die Platzierungskämpfe gewannen Dietenbach gegen Horben und Neuried gegen Unterkirnach in je zwei Zügen. Das kleine Finale entschied Wieden ebenfalls in zwei Zügen klar für sich. Im Finale wurde es wieder extra spannend. Während Böllen den ersten Zug gewann, behielt Eschbachtal auf der vermeintlich besseren Seite die Oberhand im zweiten Zug. Die Platzwahl gewann Böllen und sie entschieden sich natürlich für die Seite auf der beide Teams jetzt je einmal gewonnen hatten. Folgerichtig kamen Sie zuerst auch in den Vorteil und zwangen die Eschbachtaler dreieinhalb Meter nach vorne. Doch dann kamen sie ins Stocken. Letztendlich fehlte vielleicht noch ein beherzter Schritt als Sie in einen vehementen Konter der Eschbacher liefen. Diese ließen nun nicht mehr locker. Es gab kein Halten mehr bis sie die jetzt fast 8 Meter Zugdistanz hinter sich gebracht hatten und der Schiedsrichter zu ihren Gunsten abpfiff.
Das traditionelle Kindertauziehen gegen den TC HorbenHalbfinale
In Stegen bei Freiburg fanden am Wochenende, ausgerichtet vom Tauziehclub Eschbachtal drei Turniere statt. Am Samstag wurde das ARGE-Junioren-Turnier ausgerichtet. Am Sonntag dann die Deutsche Meisterschaft der Männer in der 600kg-Klasse und die Deutsche Meisterschaft im Mixed-Team, ebenfalls in der 600kg-Klasse.
Der zweite Wettkampftag führte die Landesliga nach Wieden. Auf dem höchst gelegenen Tauziehplatz in Baden, wenn auch mit 820m nur knapp 20m höher als in Unterkirnach, traten 6 Mannschaften an. Bei sehr guten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein fanden sich auch zahlreiche Zuschauer ein. Die Vorrunde wurde dominiert von den Gastgebern aus Wieden und den Lokalrivalen aus Böllen. Diese trafen gleich im zweiten Kampf aufeinander und trennten sich Unentschieden vor einer lautstarken Kulisse. Die restlichen Begegnungen konnten Beide jeweils für sich entscheiden und lagen so auf Platz 1 und 2 nach der Vorrunde. Wieden machte wieder von den neuen Regelungen Gebrauch und zog mit 9 Ziehern. Ebenso wie Horben, die jedoch mit ihrem jungen Team keinen Vorteil daraus schlagen konnten und ohne Punkte in der Vorrunde blieben. Auch Siegelau trat mit einigen Nachwuchsziehern an, war aber mit Abstand das leichteste Team. Folglich war auch für sie nicht viel zu holen, nur gegen Horben gelang ein Sieg. Die Mannschaft aus Unterkirnach kam mit zwei Siegen auf Platz vier der Vorrunde und schaffte den Einzug ins Halbfinale. Neuried präsentierte sich mit dem exakt gleichen Personal im Vergleich zum ersten Turnier wesentlich stabiler und unterlag nur den beiden Spitzenteams. So kam es zu den Halbfinalen Böllen gegen Unterkirnach und Wieden gegen Neuried. In beiden setzten sich die Favoriten aus der Vorrunde erneut in je zwei Zügen klar durch. Daraus folgte das kleine Finale um Platz 3 zwischen Unterkirnach und Neuried. In zwei ähnlich intensiven Zügen wie in der Vorrunde setzte sich Neuried durch und belegte so Platz 3 vor Unterkirnach, Siegelau und Horben. Im Finale dann erneut das Duell zwischen den beiden Lokalrivalen Wieden und Böllen. Wieder unter der lautstarken Anfeuerung der beiden Fanlager. Der erste Zug war mit fast drei Minuten der längste des Tages. Nach einer lagen Abtastphase von über einer Minute setzte Böllen zu ersten Angriffen an, die Wieden aber geschickt konterte. Im Anschluss versuchte sich Wieden mit Druckaufbau und kam langsam in die Rückwärtsbewegung. Dies ließ Böllen nicht einfach mit sich geschehen und setzte mehrfach harte Schläge dagegen. Wieden vermochte es diese wieder zu kontern und immer einen kleinen Vorteil draus zu ziehen. So ging es bis zur 4-Metermarke und dem Zuggewinn für Wieden. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild zu Beginn, hoher Druck am Seil und beide Mannschaften in voller Streckung verharrend in den Startlöchern. Nach knapp einer Minute schien zuerst Böllen die Initiative zu ergreifen, lief aber in den Konter der Wiedener. Diese versuchten jetzt den Durchmarsch und kamen gut zwei Meter nach hinten. Böllen warf jetzt alles dagegen und blockten mit allem was sie hatten. Dies führte zu 2 Verwarnungen, aber auch Wieden zog nicht mehr regelkonform und kam zwar weiter nach hinten, aber auch zum Preis von 2 Verwarnungen. Es kam wie es kommen musste, ganz kurz vorm erreichen der 4-Metermarke erhielten beide Teams zeitgleich die 3 Verwarnung und der Kampf wurde abgebrochen. Die Wiedemer wähnten sich zuerst als Sieger und benötigten einige Augenblicke zu realisieren, dass es einen Null-Pull gab. Beim sich sofort anschließenden Neustart schienen sie deshalb etwas überrumpelt und Böllen konnte relativ schnell die Oberhand gewinnen und zum Unentschieden ausgleichen. Mehr Spannung und Aufregung geht kaum in einem Lokalduell. Nach der Auslosung der Seiten gab es einen erneuten Seitenwechsel und der entscheidende 3. Zug um dem Tagessieg wurde gestartet. Zu Beginn wieder eine ausgeglichene Druckphase beider Teams. Doch nach rund 30 Sekunden zeichneten sich bei dem Team aus Böllen erste Problem mit dem Halten der Höhe ab. Auch Wieden strauchelte kurz, berappelte sich aber etwas schneller und zog einen kleinen Vorteil aus der Situation. Die Heimkulisse feuerte nun beflügelt das Team weiter lautstark an. Böllen kam nicht mehr aus dem tiefen Block heraus und fing sich wieder Verwarnungen ein. Wieden blieb am Drücker und zwang Böllen in die dritte Verwarnung und kam so noch vor der 4-Metermarke zum Tagessieg, was vor heimischer Kulisse immer ein besonderes Erlebnis ist.